Burcu Bilgic

Mein malerischer Prozess ist nicht trennbar vom Gedankenprozess.

Formal sind in meiner Malerei Ebenen sehr wichtig, die ich mit Hilfe eines Gitters strukturiere und dabei versuche Objekt und Subjekt zu separieren. Gleichzeitig will ich diese Ebenen durch Licht und Farbe, und die dabei entstehende Struktur, zu einer bildnerischen Einheit zusammenführen. Die bestimmten Gitterformen oder Strukturen, die in meinem Kopf entstehen, versuche ich in der Wirklichkeit wiederzufinden. Ich interessiere mich für den Grundprozess von Gedanken. Und ich frage mich sehr oft, was der Begriff Subjektivität bedeutet, was ich bin und was der Mensch ist. Was ich sehe ist meine Natur. Natur ist subjektiv, mich faszinieren die Formen , die nicht vorhersehbar sind. Das ist ein Wahrnehmungsspiel. Ich versuche meine Malerei wie eine Sprache zu benutzen und dadurch meine Antworten zu finden. Sie ist eine Brücke zwischen meiner Umwelt und meiner Wahrnehmung. Du siehst etwas und verstehst; dann zeigst du, was du verstehst. Man sieht also was man denkt. Alles was der Mensch baut ist eine Reflexion der Natur und denen Personlichkeit. Dabei suche ich die Natur in der Architektur. Und gleichzeitig den Konflikt zwischen Künstlichem und Natürlichem, sowie Digitalem und Analogem.

 

From outside to inward, 80 x 100 cm, 2020, Öl auf Leinwand

Mavi, 120 x 90 cm, 2020, Öl auf Leinwand

Twisted, 150 x 180 cm, 2020, Öl auf Leinwand